Objektplanung Gewässer • Objektplanung Bepflanzung und Ausgleichsmaßnahmen • Bauüberwachung • Ökologische Baubegleitung • Gewässerentwicklungskonzepte • Gewässerpflegepläne
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Die naturnahe Umgestaltung des Kesselbaches soll nun mit der im Folgenden beschriebenen Maßnahme abgeschlossen werden.
Die Planung sieht vor, die bestehende Verrohrung (Betonrohr DN 1000) des Kesselbachs unter der Querung der Straße Am Wünnesberg / Spielkampshof durch einen neuen größeren Durchlass (Maulprofilrohr Maße 1,838 m x 1,39 m (B x H)) zu ersetzen und das befestigte Gewässerbett auf einer Strecke von rd. 50 m naturnah umzugestalten. Hierbei muss insgesamt ein Höhenunterschied von rd. 2,44 m überwunden und zudem mehrere Abstürze und Kolke ausgeglichen werden.
Unterhalb der geplanten Ausbaustrecke mündet linksseitig ein Niederschlagswasserkanal DN 500 der EEG in den Kesselbach. Die Planung sieht vor, die Einleitungsstelle um ca. 3,5 m zurückzuversetzen und den Einmündungsbereich auf einer Länge von ca. 10 m zu verbreiten. Aufgrund der Einleitungsmenge von bis zu 490 l/s sollen im Einleitungsbereich, zusätzlich zur Steinschüttung, Störsteine eingebaut werden. Das gegenüberliegende Ufer soll zudem mit Stein- und Röhrichtwalzen gesichert werden.
Der Kremenholler Bach wurde durch die Niederschlagsentwässerung der angrenzenden Wohn- und Gewerbegebiete sowie eines Teils der Innenstadt hydraulisch stark belastet. Da eine notwendige Rückhaltung nicht an allen Einleitungen möglich war, wurden topografisch geeignete Talbereiche gezielt als Retentionsräume angelegt. Die Retention erfolgt durch eine leichte Terrassierung des Geländes und durch kleine Dämme, um einen Maximaleinstau von rd. 1 m zu ermöglichen.
Das Gewässer selbst erhielt ein breites, flaches Profil, welches innerhalb des Entwicklungsraumes der Eigendynamik überlassen bleibt. Um die ökologische Durchgängigkeit zu optimieren, wurden zwei enge Durchlässe durch breite Hamco-Maulprofile ersetzt. Aufgrund der innenstadtnahen Lage stellt die Gewässerumgestaltung eine wesentliche Attraktion des Raumes dar. An den Bachquerungen wurden z. T. Aufenthaltsbereiche angelegt.
Die gewässerökologische Entwicklungsmaßnahme in Essen-Kettwig und Mülheim-Mintard ist eine von zwei Pilotmaßnahmen an der Unteren Ruhr, die nach den Vorgaben des Umsetzungsfahrplans zur Wasserrahmenrichtlinie realisiert wurde. Sie umfasst den insgesamt rd. 1,46 km langen Ruhrabschnitt einschließlich der südlichen Auenfläche von km 21,16 bis km 22,62. Eine weitere Maßnahme betrifft das Nordufer von km 21,8 bis 20,2.
Um die Funktion des Ruhrspieks für die Fischfauna zu optimieren und der starken Verlandung entgegenzuwirken, wurde u. a. ein für den Gewässertyp charakteristisches Parallelgerinne gebaut. Die starre Uferlinie der Ruhr wurde an mehreren Stellen durch Buchten, Inseln und Kiesbänke aufgelockert. Die Buhnen wurden dabei in den Umbau einbezogen. Stellenweise wurden Flachufer mit vorgelagerten Schotterbänken geschaffen.
Der durch gewerbliche Nutzung , wie z.B. Wehre, alte Hammerteiche oder Mühlengräben geprägte Morsbach sollte auf Remscheider Stadtgebiet zwischen km 8,80 und km 9,25 umgestaltet werden. Ebenso war eine erhöhte Retention in der Aue zu bewirken und die Fließgeschwindigkeit und die Sohlschubspannung zu reduzieren. Zur Umgehung des Wehres wurde ein durchgängiges Bypassgerinne für Abflüsse bis zu HQ1 gebaut.
Die Bearbeitung wurde in zwei Abschnitte untereilt: Abschnitt Ost – Auenretention und Abschnitt West – Umgehung des Wehres. Für beide Abschnitte wurden die Genehmigungsplanung und die landschaftsplanerischen Beiträge erstellt. Der Abschnitt Ost wurde vollständig bis zur Leistungsphase 8 bzw. Bauüberwachung betreut.
Das ökologische Konzept im Masterplan „Emscher Zukunft“ sieht eine Abfolge von ökologischen Schwerpunkten vor, in denen der Fluss leitbildgemäß gestaltet werden kann. Im Holtener Feld wurde auf einer Fläche von ca. 41ha eine weitläufige Auenlandschaft geschaffen. Dazu wurde der linke Emscherdeich zwischen km U 8,8 und km U 10,1 geschliffen. Im Ökologischen Schwerpunkt ist das Gelände Richtung Emscher kleinstufig terrassiert.
Die Emscher wurde von ihrem derzeitigen, technisch fixierten Verlauf in ein mäandrierendes Gewässer mit großer Breitenvarianz und eigendynamischer Entwicklung überführt. Auf den höher gelegenen Flächen kann die landwirtschaftliche Nutzung in den Ökologischen Schwerpunkt integriert werden. Als Besonderheit des Projektes wurden Kompensationsmaßnahmen für die Beanspruchung schutzwürdiger Böden erarbeitet.